Das ewige Derby oder Manuel vs. Harry
22. September 2017
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Babbel Boy vs. Bubble Boy oder Axel Bohnert vs. Michael Praxl

Babbel Boy versus Bubble Boy, oder : “was Du morgen kannst besorgen, mußt Du nicht schon heute tun !“
…..am 27.September hatten wir endlich einen Termin für unser Halbfinale gefunden. Wir das sind in dem Fall der amtierende Cologne Socket Champion Axel Bohnert und ich. Wir verständigten uns auf den Golfplatz des GC Oberberg. Der Platz ist landschaftlich ne glatte 1, aber auch tricky.
Meinem Oponenten Axel eilt ja der Ruf voraus seinen Gegnern das „Dritte Ohr abzuquatschen“, also mit permanentem hessischer Sprachgesang (babbele), der das Ziel verfolgt, den Gegner aus der Fasson zum labern. Ich war also gewarnt. Aber da war noch was : Axel hatte mich vor zwei Jahren auch aus der Socket Competition befördert. Also da war auch noch eine alte Rechnung zu begleichen.
Aber zuerst hatte ich erstmal noch -innerfamiliere- Probleme zu lösen, um überhaupt zum Duell anzutreten.
Der 27.September war ein wunderschöner Spätsommertag, der bei Nichtgolfern auch den Wunsch nach anderweitiger Betätigung auslöst. So z.B. bei meiner lieben Gattin, die nicht unbedingt in mein Vorhaben eine Runde Golf über den Tag zu spielen, informativ eingebunden war. „…mäh mal den Rasen heute, die nächsten Tage soll es regnen, dann kommst DUUU wieder nicht dazu !“ schallte es durchs ganze Haus. „Du Schatz, ähhhhhmm ich habe heute wichtige Businesstermine in Köln, ich habe also keine Zeit“ entgegnete ich also kleinlaut.

Praxl und der Rasenmäher

Im Nachhinein hätte ich das vielleicht besser und selbstbewußter gesagt. Die Reaktion war dann entsprechend : “Du dreckiger Lügner und nutzloser Tagedieb,…..ich würde meine kompletten Klamotten und 1000 Euro cash dafür verwetten, dass Du irgendwo Golf spielen gehst und wieder hier nix für das Haus und für MICHHH machen willst“ ….“ Nein wirklich Schatz, ich hab doch jetzt die neue Agentur gegründet und hab Termine !“( neue Agentur gibts wirklich, wenn jemand virale Inhalte in Form lfd. Bilder, bzw. Social Media Input braucht, gerne melden : www.WLG-media.de )
Ich wußte was jetzt kommt. Sie würde mir jetzt wieder den ultimativen Familienschwur abnötigen, der bei solch vermuteten krassen Lügen von beiden Seiten zur schnelleren Wahrheitsfindung herangezogen wird : “Ok, wenn Du nicht golfen gehst, dann schwör das auf Maxs‘ seinen Tod!“ Ich sah vor meinem geistigen Auge, unseren gemeinsamen Sohn Max wie vom Blitz getroffen, tot vom Stuhl beim Matheunterricht fallen. Das konnte nicht sein und ich machte ihr klar …..“Ja ich geh jetzt halt golfen, das ist so. Nimm das zur Kenntnis. Scheiß auf den Rasen !“ raunzte ich in hartem, urzeitlichen Machoslang. Ich tat jetzt einfach, was ein Mann tun muß, schnappte mein Golfbag und fuhr davon.
Axel war schon am Club. Nach den ersten Schläge auf der Range waren auch die ‚bad Vibes‘ von zu Hause vergessen und es konnte losgehen. Axel pfeilt seinen ersten Abschlag auf die Bahn, ich rechts weg = 1 auf Axel. Bahn 2, Axel pfeilt seinen Abschlag auf die Bahn, ich rechts weg = 2 auf Axel. Und wieder traditionell mies gestartet, dachte ich mir.
Bahn drei konnte ich dann endlich zumindest mit einem 3m Putt glücklich teilen. “Gib Gas jetzt !“ motivierte ich mich selbst. Ich kam jetzt besser ins Spiel, meine neuen Wilson V6 Blades fingen an zu funzen. Bahn 4 ging an mich. Bahn fünf verlief ziemlich eigenartig und leitete dann sowas wie eine Wende des bisherigen Verlaufes ein. Axel platziert seinen Drive optimal, ich hau meinen Drive diesmal links ins Aus. Ich lade nach und lande wieder mit einer absolut miesen Lage in einem Fairwaybunker, 145 m vom Grün entfernt. Die Tür für Axel war also weit geöffnet. Ich schlage meinen Ball aus dem Bunker, erwische ihn gut und das Ding landet tatsächlich 3m neben dem Stock. Axel schlägt seinen zweiten Schlag an eine Wassergrenze, mit schlechter Lage, aber nur 15m zum Stock. Was soll man sagen, er braucht vier Schläge zum Doppelbogey, ich mach das Ding tatsächlich zum Bogey rein und gewinne das Loch. Ab da hab ich dann sehr solide und gut gespielt, alle weitern Löcher gingen Par und mit einigen Birdie-Chancen an mich. An Loch 11 und 4 auf für mich hat Axel dann mit Knieproblemen die Partie vorzeitig beendet. Ich hoffe, er ist bis zum 07. zum Grandfinal wieder fit. Gute Besserung von hier aus.
Ich bin nun im Finale und freu mich auf ein spannendes Match. Mein Gegner muß sich in jedem Fall warm anziehen.
Ich wollte dann eigentlich noch die verbleibenden Löcher gechillt und bei herrlichem Wetter zu Ende spielen, aber da war ja noch was !?
Ich konnte vielleicht tatsächlich noch alles an diesem Tag unter einen Hut bringen und meine zornige Ehefrau noch besänftigen und ein Sexverbot bis zum Beginn der kommenden Rasenmäh-Saison 2018 verhindern. Ich trat also aufs Gas und fuhr nach Hause und mähte tatsächlich betont unterwürfig den Rasen. Dann guckte ich noch das Spiel der Bayern gegen Paris Saint Germain an und dachte bei mir …….“was für ein schöner Tag !“
Bis zum Finale, Grüße
Michael

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