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Simon schlägt den Ball oder sich?

Simon schlägt den Ball oder sich?

Was soll man über ein Match schreiben welches auf dem Papier schon entschieden war, bevor der erste Schlag geschlagen war.
Der Vorjahreshalbfinalist Stephan Heiss (Autor) gegen den NullsiegeMatchplayspieler Simon Rocholl.
Diese Konstellation war auch Simon bekannt. Also griff er in die Trickkiste und zwar ganz tief. Ein Bettelbrief an den DGV ( Deutscher Golfverband ) sorgte für ein neues Handicap. So setzte der DGV das HCP von 18,0 schnell auf 20,0 herauf.
Zusätzlich wurde am Wochenende ein Intensivtrainingslager eingeschoben.
Auch am Spieltag wurde dann weiter mit allen Tricks gearbeitet.
Eine Stunde zu spät kommen, um meine Vorbereitung zu torpedieren, war nur ein weiterer Versuch Verwirrung zu stiften.
So ging’s dann endlich auf die Eins. Simon schlug seinen Driver perfekt Mitte Fairway und lies mich ordentlich kurz. Ich hatte sicherheitshalber mit dem Hybrid abgeschlagen. Unsere zweiten Schläge landeten kollektiv im linken Bunker. Simon toppte sein Sandwedge und hackte noch was rum. Mir reichte ein guter Schlag aus dem Bunker um das Loch geschenkt zu bekommen.
1 auf für mich.
Die 2 wurde in Bogey geteilt. An der 3 haute Simon seinen Ball mit dem Wedge ins Wasser. 2 auf für Onkel Stephan. Das 4. und 5. Loch konnte ich teilen. An beiden Bahnen hatte Simon einen Schlag vor.
Auf Bahn 6 versenkte Simon seinen Ball erneut im Wasser und damit 3 auf für mich. Die Spannung war damit raus.
Simon kämpfte zwar wacker weiter aber es reichte bis zur 9 zu keinem Lochgewinn. Im Gegenteil: Er musste auch noch die 9 abgeben.
4 auf.

Golfschwung beendet

Golfschwung beendet

Nach kurzer Pause ging es auf die 10 und Simon war hoch motiviert das Spiel zu drehen. Die Wende musste her und mit einem furiosen Par gewann er sein erstes Loch. Er fühlte sich an den 1. FC Köln gegen Mainz erinnert.
Aber das Feuer brannte nur kurz. Ein Abschlag auf der 11 ins Aus beendete den Höhenflug und es stand wieder 4 auf für Onkel Stephan.
Simon holte jetzt die Brechstange raus und verlor dabei leider sein kompletten Rhythmus.
Somit ging dann Loch 12 und 13 auch an mich und es stand nach 13 Löchern 6 auf und nur noch 5 Löcher zu spielen.
Damit war Schluss und das Match gewonnen.
Wir spielten noch gemütlich die letzten Bahnen und genossen das schöne Wetter.
Während der Runde plauderten wir über die Jobs und Gott und die Welt. Golf kann schon echt schön sein.
Ich wünsche Simon in der nächsten Runde einen leichten Gegner, damit er endlich mal ein Matchplay bei den Sockets gewinnt.
Und ich freue mich auf einige Drinks beim Abschlussturnier am 17.9. bei dem er fest zugesagt hat.
Als großer Sportsmann sah er am Ende ein, das all seine Manöver nichts gebracht haben und gab noch ein Kölsch auf der neuen Clubterrasse aus.

Entspannte 18 Loch und dann auf die Clubtterrasse des Kölner Golfclubs

Entspannte 18 Loch und dann auf die Clubtterrasse des Kölner Golfclubs

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