Der Fight des Jahrhunderts oder Manuel vs. Dr. Axel
14. Mai 2015
Entscheidung am Extraloch oder Jan vs. Frank
16. Mai 2015
Zeige alles

Die nackte Wahrheit oder Harry vs. Batti

Es geht um die Wurst

Mann, is das ne Wurst!

Als am Abend der Auslosung das Duell Harry Schröder gegen Sebastian Schmidt feststand, wusste ich nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Ich war hin und her gerissen zwischen: „Endlich mal wieder eine Runde Golf mit Harry“ und: „Nicht schon wieder ein Cologne Sockets Präsidiumsmitglied in Runde 1“. Denn im letzten Jahr, nach meinem Sieg gegen Stephan, brach eine Welle des Missmuts aus Reihen des Präsidiums (das kenn ich sonst nur vom DGV ;)) auf mich ein. Größter Vorwurf damals war meine Platzwahl: Der Mainzer GC, ein Bergziegenplatz feinster Güte! Das wollte ich Harry nicht auch noch antun und daher einigten wir uns auf einen „schönen“ Platz in der Kölner Region. Und da Schönheit ja bekanntlich im Auge des Betrachters liegt, wurde es am Ende der GC Velderhof – die „Mickey-Maus-Wiese“, wie sie andere Präsidiumsmitglieder schimpfen! 😉

Was wurde nicht alles über unser Duell im Vorhinein geschrieben: „Hier treten zwei Handicapschoner der Extraklasse gegeneinander an.“; „Harry ist ein Spieler der nach jedem Par ein bis zwei Bälle schnell ins Aus schlägt nur um sich ja nicht zu unterspielen.“; „Batti dagegen ist deutlich subtiler!!! Er ist einfach zum DGV gegangen und lässt jetzt seit 2 Jahren jedes Turnier löschen bei dem er sich unterspielt hat“. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Nichts als die Wahrheit, berichte ich euch jetzt.

Weil terminlich nicht anders möglich, trafen wir uns zu unchristlicher Morgenstunde um 8 Uhr am Velderhof. Freundlich von Harry und seiner Eva begrüßt, bekam ich gleich einen Kaffee angeboten, den ich genüsslich schlürfte und mir dabei die im GC Velderhof präsentierten Trophäen der Sockets begutachtete. Mir war klar: Ich will die Silberne! Doch dafür musste ich mein heutiges Duell erst einmal gewinnen.

Gleich an Loch 1 zeigte Harry die komplette Bandbreite seines Golfspiels. Guter Drive, ordentlicher Annäherungsschlag, gehackter Pitch, verbockter Chip,… erster Wutausbruch! 😀 1auf für Batti.

Ähnlich ging es auf den ersten 9 Loch auch weiter. Mit zugegebener Maßen ungewöhnlich gutem Spiel (2 über nach 6, hat sich das Handicapschonen doch gelohnt ;)) lag ich schnell 3auf. Doch Harry ließ sich davon ungewohnter Weise nicht aus der Ruhe bringen. Er berichtete immer wieder von einem Matchplay vor wenigen Wochen, bei dem er einen Singlehandicapper auf die gleiche Weise geschlagen hatte. Ich war also gewarnt!

Und so kam es dann auch wie es kommen musste. Drei Lochgewinne auf den Löchern 8-10 bedeuteten schnell wieder all square. Harry war „on fire“ und spielte in der Folge seine Platzkenntnis aus (und wenn jemand Platzkenntnis von einem Golfplatz hat, dann Harry vom Velderhof! Er hat schließlich eine Wohnung auf dem Golfplatz! ;)). An Loch 11, einem 173 Meter langen Par 3, was sich an diesem Tag nur 165 Meter spielte, packte Harry den DRIVER aus. Ich traute meinen Augen nicht, schließlich schlägt der gute auch mal gerne einen Drive 200+ Meter. Wie ein Zen-Meister sprach er noch meditativ die Worte: „Ganz locker nach vorne schubsen“. Ich musste mir das Lachen verkneifen, denn so etwas klappt nie – bei mir zumindest! Anders bei Harry, denn er „schubste“ das Ding fünf Meter an den Stock. Dass ich nach verpassten Grün und gelungenem „up&down“ noch mit einem Par das Loch teilte gab ihm dann aber doch zu denken.

An Loch 12, einem kurzen Par 4, zeigte Harry wieder ungeahnte Schwächen im kurzen Spiel. Ein Vierputt führte zu einem kapitalen Wutausbruch und riesigen Selbstzweifeln beim „Wadenbeißer“ Harry. Da ich ein extrem harmoniebedürftiger Mensch bin, entschloss ich mich trotz knapper 1auf-Führung und knallhartem Matchplay dazu Harry ein wenig aufzumuntern, was sich als großer Fehler herausstellte. Als sei alles nur ein riesiger Bluff gewesen, lies er weiter fluchend ein Par folgen und wir gingen wieder „all square“.

Dies hinterließ nun wiederum Spuren bei mir und weil Harry ähnlich harmoniebedürftig ist wie ich, munterte er mich mit einer leckeren Knackwurst auf! „Mann, is das ne Wurst“, dachte ich mir und sammelte neue Energie für den Schlussspurt. Und das sollte dann tatsächlich eher ein Spurt als ein Marathon werden. Getrieben von der „Kraft der Wurst“ sicherte ich mir mit Par, Bogey, Bogey drei Löcher in Folge. Ergebnis: 3auf2. Feierabend!

Das ging dann plötzlich sehr schnell, obwohl das Match bis dahin hart umkämpft und teilweise hochklassig war. Auch wenn wir zwei „Handicapschoner“ uns beide nicht unterspielt hätten. Wir wissen halt wie es geht! 😉

Harry vs. Batti

Harry vs. Batti

Harry und ich hatten aber auf alle Fälle einen tollen Tag und greifen beide nach der Krone! Egal ob Holzklasse oder Gesamtsieg!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.