Immer Theater am Abschlag 1 oder Präsi Guido vs. Dirk
20. April 2015
Warum viele Worte verlieren oder Klaus vs. Andreas
28. April 2015
Zeige alles

Not gegen Elend und Elend gewinnt oder Ferdi vs. Harald

Harald Müller vs. Ferdi Drews

Harald Müller vs. Ferdi Drews

Das Match hieß Harald Müller vs. Ferdi Drews. Beide hatten sich auf den Velderhof als Spielwiese geeinigt. Vorteil Harald, da Heimspiel. Aber Ferdi ist FC-Fan und dieser ist nun mal sehr auswärtsstark. Vorteil Ferdi, also Ausgleich.

 

Beide trafen sich am Mittwoch, den 21.04.2015. Teetime um 11:10 auf Gelb-Grün. Harald hat 5 Schläge Vorgabe.

Zum Spiel: Fangen wir mit dem Ende an. Beide mussten auf die Neunzehn als Extrazugabe. Das Match wurde gewonnen mit Doppelbogey gegen Triplebogey.

Doch nun von vorne. Harald haut den ersten Abschlag mal direkt auf die Drivingrange. Aus. Zweiter Ball. Ferdi liegt mit dem Dritten auf dem Grün, Harald mit dem Sechsten. Geschenkt. Ferdi Eins auf. Auch das zweite Loch macht Ferdi mit Bogey gegen Doppelbogey. Zwei auf.

Nach neun Löchern liegt Ferdi Eins auf. Harald hat an der Zehn Einen vor und gewinnt das Loch. All Square. Jetzt wird’s eng für Ferdi, da Harald an den beiden letzten Löchern jeweils einen Schlag vor hat. Bis dahin muss Ferdi also einen beruhigenden Vorsprung einspielen.

Es entwickelt sich ein munteres Doppelbogey und Triplebogey-Festival. Nach der 16 ist der Vorsprung für Ferdi alles andere als beruhigend. Eins auf. Aber immerhin. Die 17 wird mit Bogey (Ferdi) zu Doppelbogey (Harald) geteilt, da dieser wie erwähnt Einen vor hatte.

Ferdi geht mit Eins auf zur 18. Und jetzt wird es dramatisch und spektakulär. Harald lässt seinen Abschlag kurz, macht aber anschließend einen guten Treibschlag. Ferdi schlägt seinen zweiten Ball aus dem Semirough 15 cm vor einen Baum. Unspielbar!? Den dritten Schlag setzt Harald in den Bunker, der mitten auf dem Fairway platziert ist. Bis zur Fahne von dort ca. 110 Meter.

Ferdi überlegt kurz: „Harald liegt im Bunker. Wenn ich jetzt einen Strafschlag nehme, habe ich immer noch 165 Meter bis zur Fahne. Wenn ich es aber schaffe, den Ball hinter dem Baum stehend gute 50 Meter nach vorne zu spielen, dann bleiben noch 100 Meter aufs Grün. Allerdings könnte so der Schläger leiden.“

Ferdi nimmt keinen Strafschlag und versucht das Unmögliche. Tatsächlich gelingt es ihm den Ball auf ca. 100 Meter zum Grün zu legen. Aber der Schläger ist hin. Schaft mittendurch gebrochen. Okay, war eh alt.

Alles für den Sieg. Schläger kaputt aber Sieg!!!

Alles für den Sieg. Schläger kaputt aber Sieg!!!

 

Harald nimmt aus dem Bunker ein Eisen zu viel und haut seinen Ball hinters Grün. Tür offen für Ferdi, aber der lässt seinen Ball kurz. Sehr kurz. Tür wieder zu.

Nächster Schlag von Ferdi ins Vorgrün 4 Meter zur Fahne. Harald hackt seinen Schlag aufs Grün, liegt zwar auf dem Grün, hat aber einen 25-Meter-Putt vor sich. Stand der Dinge: Beide liegen Fünf.

Harald macht nun noch drei Putts und ist mit acht Schlägen im Loch. Die Tür ist für Ferdi wieder weit offen. Er braucht ja nur zu teilen. Ferdi macht einen Chip and Roll zur Fahne. Der Ball liegt ca. 1 Meter vom Loch. Das dürfte doch kein Problem sein. Mit einer Sieben hat er geteilt und gewonnen. Aber er schiebt vorbei und schlägt die Türe wieder zu. Beide acht Schläge. Loch für Harald und All Square. Jetzt auf die 19.

Harald hackt seinen zweiten Schlag und den Dritten haut er ins dichte Gebüsch neben dem Grün. Ferdi rettet sich mit zitternder Hand zum Doppelbogey und gewinnt gegen Harald.

 

Das war wirklich Not gegen Elend. Und Elend bzw. Ferdi gewinnt.

Ferdi Drews

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.