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Epic Match oder Michael Praxl vs. Marco Möller

Face Off in a Rat Race,
oder für die des denglisch nicht so mächtigen : eine enge und harte Auseinandersetzung !….ja das war es dann wirklich, wie ich nachfolgend beschreiben möchte. Der Showdown zwischen Marco und mir war dann für den 29.08. im schönen Kölner Golf.-und Landclub in Refrath angesetzt. Besser hätten wir es dann auch nicht erwischen können. Platz und Wetter präsentierten sich im Top Zustand.
Marco und ich waren uns vorher noch nicht persönlich begegnet. Ich kannte ihn also nur von seinen mannigfaltigen Aktivitäten von Facebook, die sich alle meistens um Urlaub, Golf und den 1.FC Köln (in dieser Reihenfolge) drehen. Rein äußerlich entspricht Marco durchaus meinem Klischee eines Versicherungsverkäufers, so der Typ Klaus Kaiser.
Aber Marco ist natürlich im Management und ein witziger Supertyp. Als dritten Mann, hatten wir Dr. Alex Ackermann dabei, der als Clubmitglied das Greenfee erträglich machte. Ich hatte mir auch erhofft, dass Ackermann eine kleine Hilfe sein könnte. Seine Anwesenheit gestaltete sich anfänglich aber eher als kontraproduktiv für mich. Marco und er verstanden sich blendend und ich war durch ein Stakkato an Sparwitzen und Golfphrasen doch eher genervt.
Was dann aber auf der Runde folgte, war mit die spannendste Auseinandersetzung, in die ich seit langer Zeit involviert war. Loch 1, -ich starte mit mittelmäßigen Drive, Marco schockt mich mit nem 270 Knaller ! Oha denk ich mir sichtlich beeindruckt: „Der kann aber weit hauen!“ Lange Rede kurzer Sinn, nach drei Löchern liegt Marco 3auf.
Mir war durch Einnahme von Antibiotika auch noch schwindlig und ich dachte mir nur: „Lass das blos nicht in einer totalen Peinlichkeit für dich enden und streng dich an du Penner!“
Ich kam dann zurück und konnte den Rückstand auf 1 auf verkürzen. Aber Marco spielte sehr stabil, obwohl ich nun auch anfing „Golf zu spielen“.
Aber da war ja noch die Vorgabe von 4 Schlägen die er mir gegenüber hatte. Nach sieben Löchern das gleiche Bild : Marco wieder 3auf.
Nun ging es auf die backnine. Ich erinnerte mich an das Aufstiegsspiel vor zwei Wochen, hatte ich doch die vermeintlich schwereren hinteren 9 in Refrath mit 2über gespielt. Nach Loch 10 war ich dann auch wieder auf ein Loch an Marco dran, um dann aber wieder nach Loch 12, 3 Löcher hinter Marco zu liegen. Wofür ich mich loben muss, ich blieb die ganze Zeit seltsam ruhig und glaubte immer noch an meine Chance. Und tatsächlich, ich fing jetzt an gut zu spielen. Ich gewann Loch 13 und 14.
Wenn es so etwas wie Schlüsselschläge in einem solchen Match gibt, dann waren das unsere Putts an Loch 15 einem Paar 3 Loch. Marco verschob knapp, ich machte meinen rein, somit lagen wir nach 15 Löchern erstmals even Par! An Loch 16, einem schweren paar 4, hatte Marco einen vor. Dieses Loch musste ich jetzt noch unfallfrei überstehen. Ich machte das Bogey, er das Doppelbogey, somit war es eines der ganz wenigen Löcher, die wir geteilt haben.
Auf der 17 ist dann aus meiner Sicht, sowas wie die Vorentscheidung gefallen. Beide Abschläge waren nicht wirklich gut, meiner auch noch viel zu kurz. Ich hatte lt. Uhr noch 195m ins Grün. Ich wollte jetzt die Entscheidung und dachte mir, dass auf dem abschließenden Par 5 eh nicht viel passieren kann. Volles Risiko, Hybrid raus und voll druff. Und tatsächlich was folgte war der zweite ‚Schlüsselschlag‘ an diesem Tag. Ich legte den Ball 3m an den Stock, was Marco fair applaudieren lies. Ich denke, dass hat ihn beeindruckt. Marco machte das Bogey, ich das par und ich ging erstmals an diesem Tag in Führung.
Die 18 war dann Formsache.
Dann noch einen Drink auf der Terrasse und ein klasse Golftag war vorbei.
Normalerweise schreibe ich ja viel Prosablödsinn in meine Spielberichte, aber dieses Match war wirklich der Hammer und hat mehr Sachlichkeit verdient. Danke an Marco für dieses grandiose Match. Leider haben wir das Foto vergessen, aber Ihr wisst ja wie wir aussehen.
Greetz

Euer Michael Praxl

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