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Die Schlacht aller Schlachten oder Guido vs. Batti

Guido und Batti nach der Schlacht

Guido und Batti nach der Schlacht

Alt vs Jung, Schön vs noch schöner, schütteres Haar vs Volles Haar, kurz vs lang, Amateur vs voll-der-Amateur, Rennpferd vs Zosse, erfahrener Hengst vs jungverheirateten Knabenarsch, ausgewogene Ernährung vs Junkfood, früh-ins-Bett-Geher vs Langschläfer, Cola vs Kölsch, Power-Slicer vs Quick-Hooker, Präsident vs Gründungsmitglied, Nachos vs Popcorn, oder einfach: Guido Garnies vs Batti Schmidt!

Das Finale der Cologne Sockets Matchplayserie 2015 hätte viele Titel verdient gehabt. „Drama on the big stage“ oder „Battle of Gods“, wären dem Duell ebenso würdig.

Und wie es sich für ein großes Finale gehört, waren die Rahmenbedingungen ausgezeichnet. Beste äußere Verhältnisse: „Danke für den Regen an Bahn 18“(Batti), ein hervorragender Platz „Diese Micky-Maus-Wiese“ (Guido) und ein begeistertes Publikum (Axel Bohnert an Tee 1).

Gleich am ersten Abschlag wurde klar, Guido versucht es mit allen Mitteln. Ausgerüstet mit der neuesten Tee-Technologie ging der erfolgreiche Ingenieur an den Start. Ein Tee mit Gummistopper in einer Höhe von 3,456735126894 cm sollte dafür sorgen, dass Guidos Abschlag 3 Meter weiter flog. Batti ließ ihn auf Bahn 1 also nur 77 statt der üblichen 80 Meter kurz. Doch hier sollte sich zeigen, was sich auf den folgenden 18 Bahnen mehrfach bewahrheiten sollte: Länge ist nicht alles. Denn Batti nagelte seinen Driver 260 Meter weit, 2 Meter vor einen Baum. Resultat: Frustration an Loch 1 und ein Doppelbogey. Folge: Guido gewann Bahn 1 mit einem Bogey und ging 1auf.

Nach zwei geteilten Löchern, ging es auf Bahn 4 und eine Serie von drei Pars und einem Birdie sorgte dafür, dass Batti die Partie drehte und 2auf lag. Die Verhältnisse schienen geklärt. Guido, als „Grantler der Nation“ bekannt, fluchte sich von einem Baum zum Nächsten, während Batti, wie ein stolzer Gockel über das Fairway schwebte. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Ein verzogener Abschlag, ein wildes Rumgehacke im Rough der Bahn 7 und der erste Strich, stürzte den selbstbewussten Jungspund in ein tiefes Tal der Tränen. Es folgte ein Triplebogey und es stand all square. Auch wenn die 9. Bahn mit einem Triplebogey für Guido verloren ging, schien er sich in seiner Situation gefestigt zu haben. Die Strategie für die zweiten 9 war klar. Granteln, nörgeln, meckern und nebenbei grundsolides Golf spielen. Eine Serie Bogey-Par-Par brachte den Schönschwinger Guido wieder in Front.

Was folgte, war der Beginn eines dramatischen Finales. Guido und Batti bewegten sich fortan zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt oder zwischen den Golffähigkeiten von Jack Nicklaus und Charles Barkley https://www.youtube.com/watch?v=s50K65PNeBU .

Bei Guido schwankte es zwischen fett getroffenen 2-Meter- statt gewünschten 20-Meter-Pitches (Bahn 13) und genialen Sandy-Pars (Bahn 15). Bei Batti waren es Drei-Putts (Bahn 13) und sichere Tap-In-Pars (Bahn 14). Die Partie wechselte stetig zwischen 1auf für Guido und all square. So ging es auch mit 1auf für Guido auf die 17. Die Luft flimmerte, das Fairway brannte, die Colts waren gezückt: High Noon am Velderhof. Guido schubste seinen Ball die 364 Meter lange Bahn herunter. Im Wissen alles riskieren zu müssen, jagte Batti den Ball über das Dogleg: Tiger Line. Guido blieben knapp 200 Meter für den zweiten Schlag. Mit seinem geliebten Rapture blieb er 40 Meter kurz und im rechten Rough. Die Hoffnung auf das nahende „all square“ im Rücken platzierte Batti seinen zweiten Schlag aus 100 Metern sicher auf dem Grün. Doch der Gott des kurzen Spiels, der Rastelli unter den Golfern, der Phil Mickelson 2.0, Guido Garnies, garnierte (Achtung Wortwitz! ;)) einen traumhaften Pitch und legte die Murmel einen Meter neben den Stock. So schnell wendete sich das Blatt. Damit musste Batti mit zwei Putts im Loch sein, um wenigstens das Match auf die 18 zu bringen. Der erste Putt aus 15 Metern lief ebenfalls einen Meter über das Loch hinaus. Mit wackelnden Knien und zitternden Händen trat er an den Ball und wusste: „Das Ding muss rein“. Doch der Putt lippte aus und Guido hatte den Sieg auf der Schaufel. Doch wir alle wissen, ein 1-Meter-Putt bei einem Major kann Fluch und Segen sein. So kam es, wie es kommen musste. Auch Guido verschob und das Drama nahm seinen Lauf. 1auf ging es auf die 18.

Auf dem Weg zu dem von zahlreichen Fans umsäumten 18. Grün ließ Guido einen Schlag liegen und spielte seinen vierten Schlag ins Grün. Es blieben ca. 8 Meter und für Batti die Chance auszugleichen. Den Annäherungsschlag platzierte er 4 Meter neben dem Stock und als Guido seinen Putt nicht lochen konnte, blieben zwei Putts zum Stechen. Dies gelang und es ging in die Fortsetzung.

Batti erhielt neuen Mut und Guido haderte weiterhin aufgrund der vertanen Chance an Bahn 17. Hinzu kamen der plötzlich eintretende Starkregen, Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h und unerträgliche Krämpfe in den Beinen. Gezeichnet von den Strapazen kämpfte sich Guido über die 18. Bahn, während Batti mit zurückgewonnener Sicherheit das Par 5 in drei Schlägen erreichte. Als Guido erst mit dem fünften Schlag das Grün erreichte war die Vorentscheidung gefallen.

Batti im Glück

Batti im Glück

Gentlemans Guido Garnies (#Alliteration) erkannte die Situation schenkte das Loch und es folgte grenzloser Jubel, zahlreiche Freudentränen und unzählige Küsse für den heiligen Gral aus 12,3 Kilo feinstem Stahl. #gutelaune #thewinnertakesitall #daistdasding #eisenvier #prov1

Epilog:

Lieber Guido, verehrter Präsident, liebe Sockets,

es ist mir eine große Ehre Teil dieser unfassbar geilen Serie zu sein. Diesen Titel gewonnen zu haben macht mich stolz. Danke Guido, für ein spannendes und immer faires Finale. Ich freue mich auf die Titelverteidigung 2016!

Euer Batti

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