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Guido Garnies vs. Freddy Richter

Guido  2014-05-05Favoritensterben am GCC VelderhofFreddy Richter

Liebe Sockets,
gestern am 04.05.2014 kam es zum Showdown am Velderhof.
Der „Golf Father“ Alfred Richter, u.a. Gründer und Ausrichter der Kölner Golfwoche, trat um 8.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und besten Platzverhältnissen gegen mich, den Handykäppchenschoner an.
Ein Match, über welches im Vorfeld schon häufig diskutiert wurde, weil wir beide als Uhrwerke in golftechnischer Hinsicht bekannt sind. Freddy, wegen seinem Talent und Trainingseifer eher als Rolex und ich als Imitat einer chinesischen Eieruhr.
Aber trotzdem rechnete ich mir gute Chancen aus, Freddy auf seinem Heimatplatz vom Sockel zu stupsen.
Schon Wochen vorher, hatte ich gehört, dass sich Alfred in verschiedenen Trainingscamps (.u.a. 1 Woche Belek) mit einem Stab von Trainern auf unser Match vorbereitet. Er konsultierte zudem einige bedeutende Psychologen, mit denen er einen Ablenkungs- und Irritationsplan für die Runde ausarbeitete.
Eigentlich war ich auf viel vorbereitet und hatte mit meinem Mentaltrainer sogar das Spielen beim Einsatz von Blendgranaten geübt. Doch Freddy überraschte mich mit einer Performance, die meine Vorstellungskraft übertraf. Das Feuerwerk begann schon vor der Runde auf dem Parkplatz als Freddy mir eine schlanke, scharfe, rothaarigen Rakete vorstellte und beiläufig bemerkte, dass sie als sein Caddy fungieren und hantieren wird.
Bei mir saß der Schock tief, da Freddy genau weiß wie gern ich mit Damen im Flight spiele.
Nicht wegen der Beulenpest im Gürtelbereich, sondern eher wegen Anstand. Denn wegen der frühen Startzeit war mein Biorhythmus wegen unvollständiger Morgentoilette gehandicapt und lautes oder leises Furzen ist dann ein No Go. Und jeder von Euch Hackern weiß, wie wichtig es ist, unnötiges Trichlormethan (CHCl3) aus dem Körper auszuscheiden, damit es zu keiner Blockade im Schwung kommt.
Mein unvorstellbarer Blähbauch und die ganze Verwirrung verursachte bei mir eine verhängnisvolle Vergesslichkeit. Erst am Abschlag bemerkte ich, dass mein Golfbuddy sich im Auto in der Sonne aalte. Scheiße.
Unser Kurs waren die Bahnen Gelb-Rot, wobei Freddy auch hier mit taktischer Brillanz glänzte. Aufgrund der Vorgabe (Freddy 10 / ich 15) hatte ich rechnerisch 4 vor. Jedoch war eines dieser Löcher die Bahn 18. Dies sollte sich später als tragischer Nachteil herausstellen.
Nach dem Heckmeck war es klar, dass ich als brillanter Drawspieler an Loch 1 mit Dogleg rechts meinen Abschlag viel zu lang links im Rough versenkte. Mein guter Rettungsschlag schockte Freddy nicht und er spielte das Par. Ich war also direkt schon 1 down.
Vor Spielbeginn gab ich Freddy die Erlaubnis die Dokumentation des historischen Matches vorzunehmen. Und trotz meiner Lage brachten mich auch einige Videospäßchen nicht aus der Ruhe.
An der 9 (Par 5) angekommen lag Freddy bei 35 und ich bei 38 Schlägen. Er lag 1up.
Nun kam es wie es kommen musste. Ich nagelte mein Eisen 8 aus 132 m ca. 1,5 m neben den Stock. Freddy verzog und sein Ball landete gefühlte 10 Meter hinter der Fahne auf dem Grün, welches mich an die rechte Titte von Ingrid Steeger erinnerte. Die Fahne zentral. Ich auf dem Plateau, mit breiten Grinsen und sicher, dass es gleich Allsquare stehen wird. Nachdem der Ball die Schlagfläche Freddys Putter verlassen hatte, verzog sich meine Miene pro Ballumdrehung. Die Linie sagte noch nichts aus, aber ich hatte urplötzlich ein komisches Gefühl in der Arschfalte. Mir wurde schwindelig, schlecht und die letzten Umdrehungen bis dieser dreckige kleine Richterball im Loch zum Birdie verschwand, schloss ich meine Augen. An der Jubel-Joodlei wurde mir klar, dass ich selbst mit Birdie dieses Loch nicht gewinnen werde. Also änderte ich meine Taktik und schob den Putt vorbei, spielte nur das Par, um Freddy für die nächsten Löcher in Sicherheit zu wiegen. So war es auch.
Aber an diesem Tag machte ich so ziemlich alles, was ich dachte nicht mehr zu können (zumindest zu wollen). Eine Lady an der 10 dem schwersten Par 4 am Velderhof, womit ich meine Vorgabe an diesem Loch direkt mal abschenkte und somit nur noch teilen konnte. Einen Socket rechts ins Aus an der 11, weil ich so schlau sein wollte, wegen kurzgesteckter Fahne auf einem Par 3 178m mit Eisen 5 die Murmel (wegen Wasser rechts und Bunker links) nur vor das Grün zulegen. Natürlich ging das Loch mit meiner noch gespielten 5 verloren. Nun wurde es eng. Allerdings machte das Uhrwerk Rolexrichter einfach zu wenige Fehler. Ich kämpfte, spuckte und kratzte, doch an der 17 angekommen war Freddy immer noch 1up.
An diesem Loch dachte ich (blöder Hammel), ich hätte hier einen vor und spielte Tuntengolf. Welches auch zu recht bestraft wurde. Ich gurkte erst mit dem dritten aufs Grün, aber weit weg von der Fahne. Der erste Putt war so schlecht, dass ich meinen Schläger – den Jordan-U211- (lieber Uli verzeih) unmittelbar nach der Runde zu Thyssen-Krupp zum Einschmelzen geben wollte. Alles schien hoffnungslos. So ergriff ich meine letzte Chance und ließ – unfair wie ich bin- Freddy seinen letzten Putt aus ca. 80 cm ausführen. In der Hoffnung dieser lipt aus oder wird vom Wind erfasst und ich kann so noch teilen.
In den Himmelschauend mit dem Driver machte Freddy ihn rein.
Freddy gewann verdient 2auf1.
Bitte schaut Euch Freddys gigantisches Video des Matches an. http://youtu.be/ozQzRjDf0Co

Mir bleibt die Trostrunde, in der sich so langsam die Creme de la Creme, das Who is Who des rheinländischen Golfsports versammelt. An alle 2.: Jungs, Kopf hoch, die anderen hatten nur Glück. Wir sind die Golfkoryphäen.

 

Euer Präsi Guido

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