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„Harry – fahr den Wagen vor!“ Per Camper zum Ryder Cup

Derrick? Nein. Fußball? Schon eher. Golf? Volltreffer! Alle zwei Jahre steht die Golfwelt Kopf, wenn es beim Ryder Cup im Fußballstadion um die Wurst geht. Auch für die Cologne Sockets gab es kein Halten mehr. Harry fuhr kurzerhand das Wohnmobil vor und machte sich mit Guido und Stephan auf die Piste.

„Nach unserer ersten Ryder Cup Tour 2012 nach Chicago stand für uns fest: Wir wollen auch 2014 in Edinburgh mit dabei sein.“ Gesagt, getan und Glück gehabt: Die Jungs haben sich kurzerhand bei der Lotterie für die Eintrittskarten eingetragen und den Zuschlag bekommen! ‚Auf nach Schottland!’ hieß es dann am 22. September für die Campingnovizen. Der Plan: Sich mit Tagestouren von 200-300 Kilometern und einer täglichen Runde Golf Richtung Norden zu hangeln. “Wir spielten im Hever Castle Golf Club, Belfry (The Home of Ryder Cup), im Formby Golf Club und im Silloth on Solway Golf Club. Auf jeden Platz könnten wir eine Lobhudelei anstimmen, doch der letzte hat uns besonders beeindruckt.“ Gebaut 1892, präsentierte er sich als spannender, herausfordernder Links Course. „Einige Löcher haben sich nachhaltig in unser Golfer-Gedächtnis eingebrannt. Denn Linksgolf ist schon lustig.“ So fühlte sich Man(n) bei Rückenwind schon fast als Pro – bei Gegenwind hingegen war er mit drei Eisen mehr immer noch zu kurz.
Damit nicht nur Harry ‚den Wagen holen muss’, wurde auf den Runden um den Platz am Steuer gezockt – der Tagesschlechteste hatte das Vergnügen, sich bei Linksverkehr mit großem Wohnmobil in engen Straßen zu beweisen. Das Motto „Links fahren, Rechts schauen“ hat sich dabei als gute Taktik bewährt.

Am Ziel…
Am Donnerstag sind die Cologne Sockets in Gleneagels angekommen und haben sich erst einmal ausgiebig im Merchandisingzelt verlustiert. Man zeigte sich durchaus beeindruckt angesichts der perfekten Organisation rund um und auf dem Platz. Tribünen, Zelte und VIP- Pavillons wohin das Auge reichte. Und der Clou: freies WLAN auf dem gesamten Gelände!

Als die Kölner am Freitag etwa 40 Minuten vor der Abschlagzeit des ersten Flights auf dem Course eintrafen, schallten schon bei bester Stimmung ‚Europe, Europe’ Rufe über den Platz. „Wir entschieden uns, unseren Golfer Martin Kaymer auf seiner ersten Runde zu begleiten.“ Kaymer startete mit einem Birdie an der 1 und spielte sofort starkes Golf. Leider konnte er die Form nicht halten und musste am Ende doch noch teilen. Später pendelten die Cologne Sockets dann zwischen Golfplatz und Public Area und genossen den starken Nachmittag des europäischen Teams. Müde und zufrieden krabbelten die drei im Anschluss zurück ins Wohnmobil, um den Abend mit einem kühlen Kölsch und einem eiskalten Jägermeister zu beenden. Der modernen Campingtechnik sei dank.

…und mittendrin!
Samstag, fünf Uhr, der Wecker klingelt. Pünktlich um sieben Uhr standen die Kölner wieder an Tee 1 – der Ryder Cup ist schließlich kein Badeurlaub! In Weste mit Deutschlandfahne vorne und Europafahne hinten sowie Cowboyhut in Schwarz, Rot, Gold, waren sie als Fans von Martin Kaymer nicht zu übersehen und plötzlich mittendrin, im Fokus von ARD, ZDF und Sky Sport. Und dann, das Highlight: der Caddie von Kaymer hat unserem Harry, nach einem verpatzten Bunkerschlag an der 8, den Golfball – und damit die erste Trophäe für sein Herrenzimmer – geschenkt!

Sonntag. Ausschlafen. Tea off gegen Mittag. Von wegen! Kumpel Andreas litt an Bettflucht und hatte Plätze auf der Tribüne hinterm Abschlag 1 reserviert. Zum Glück! Drei Stunden vor dem ersten Abschlag waren nämlich alle Tribünen bis auf den letzten Platz gefüllt. „Was für eine Stimmung. Jede Rosenmontagzugtribüne wäre dagegen erblasst!“ Eine Laola jagte die Nächste und schwappte sogar von der Tribüne übers Fairway bis hin zum Grün, um auf der anderen Seite zurück zu wogen. Nachdem alle Flights unter großem Jubel auf die Runde geschickt waren, gingen die Cologne Sockets wieder mit Martin über den Platz, der heute nichts anbrennen ließ. Dennoch, man wollte das Glück nicht herausfordern, „deshalb gab’s von uns an der 15 ein Deutschland-LOOM-Armband. Sicher ist sicher.“ Und siehe da: Martins ‚Chip in’ an der 16. wird so schnell wohl keiner vergessen.

Auch wenn es dieses Mal nicht ganz so spannend war wie in Medinah, der Ryder Cup war das Highlight des Jahres. Zum Wochenstart ging es zurück gen Köln. Wo es wieder heißt: ‚Rechts fahren, links schauen!’ Und auf 2016 freuen. Mal sehen, wer dann den Wagen vorfährt.

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