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hot and steamy, wet and creamy oder Michael Praxl vs. Hilko

Zwei große Kämpfer!!! Hilko und Praxl

Zwei große Kämpfer!!!
Hilko und Praxl

“hot and steamy, wet and creamy !“
……das ist nicht etwa die Beschreibung der herausragenden Eigenschaften einer angelsächsischen Liebesdienerin, -nein so gestaltete sich das Wetter am Montag anlässlich des Viertelfinales zwischen Hilko Malek und meiner Wenigkeit auf dem GC Clostermannshof zu Köln am Rhein.
16/08 Uhr war Tee Time und pünktlich als ich den Parkplatz befahren hatte, fing es an zu regnen. Hilko war auch pünktlich da. Mir fiel sofort sein ausgesprochen cooles Outfit auf. Alles Lindeberg ‚ das hat der sich bestimmt alles in Belek gezogen, ansonsten sind die Dinger ja fast unbezahlbar.
Leider war es mir diesmal nicht gelungen Hilko zu meinen favorisierten Plätzen in Bergische Land zu locken und wir haben uns dann schließlich auf den Clostermannshof geeinigt.
Wir schwöre hiermit nochmals auf Murat seinen Dreier BMW, dass ich den Platz nicht vorher Probe gespielt habe !….der Eindruck hätte nämlich später durchaus entstehen können.
Nach mehr und mehr sorgenvollen Blicken an den immer finsterer werdenden Himmel, entschlossen wir uns todesmutig, als bereits die ersten Blitze zuckten, das Ding durchzuziehen.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass ich in der Woche zuvor nur einmal golfen konnte, da das Wetter im schönen Tirol ähnlich bescheiden war wie hier. Aber gestählt durch einige Mountainbike Touren im Hochgebirge fühlte ich mich nicht so schlecht. Hilko machte auf der Range auch einen durchaus guten Eindruck, der nicht zu seinen Aussagen von der “vielen Arbeit “, “keine Zeit für Golf“ zu passen schien.
Dann gings los. An der Eins gelang mir das erste Birdie, mit einem eingechipten Ball aus ca. 10 m, was bei Hilko für erstes Ensetzen sorgte. Ich hatte gestern wirklich einen Sahnetag erwischt. Die ersten vier Löcher gingen an mich, obwohl Hilko auch recht gut spielte. Dann kam eine halbstündige Gewitterunterbrechung. Wir erreichten um unser Leben rennend und pitschenass gerade noch ein völlig unterdimensioniertes Gewitterhäuschen, dass wir mit vier schwitzenden Belgiern teilten. Geduld war gefragt. Irgendwann riss tatsächlich der Himmel wieder auf, alle Warmduscher, Feiglinge etc. hatten den Platz bereits verlassen und wir nahmen unser Spiel bei herrlicher Abendsonne wieder auf.
Das interessante war, dass Hilko acht Schläge vor hatte und ausgerechnet die jeweils letzten vier auf front und backnine. Hilko kam nach und nach immer besser ins Spiel und nutze seine Vorgabe gnadenlos aus. Nach 9 Löchern lag ich sage und schreibe einen Schlag über par, aber nur noch mit einem Loch in front vor Hilko !!!

Hilko am Abschlag

Hilko dieses mal ohne kalten Putter!!!

Die Situation schien bedrohlich für mich, -war alles umsonst ? Meine Gedanken kramten in meinem Gehirn nach alten Motivationshilfen und Sprüchen, die mir schon immer geholfen hatten in solchen Momenten : “Praxl wär nicht Praxl, wenn er nicht Praxl wäre !“, “Ein Praxl ist auch immer ein deutscher Offizier.

Praxl wär nicht Praxl, wenn er nicht Praxl wäre !

Praxl wär nicht Praxl, wenn er nicht Praxl wäre !

Und ein deutscher Offizier ist immer gut !“, “Nach der Ebbe kommt die Flut“
Ich berappelte mich und ging an der 10 wieder 2 auf. Wir spielten beide nun gnadenlos, brutal gutes Golf.
Hilko hatte das Pech eines kalten Putters, der ihn einige unnötige Schläge kostete. An der 15 entschied sich das Match dann zu meinen Gunsten und ich ging mir 4 auf 3 uneinholbar in Front. Ich lag zu diesem Zeitpunkt mit 5 Schlägen über par und das war an diesem Nachmittag auch nötig, sonst wärer Hilko als Sieger vom Platz gegangen. Das war ein tolles Match und wir hatten echten Spaß miteinander.

Michael Praxl

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