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Wasserspiele am Lüderich oder Batti vs Ferdi

Nun gut, ich oute mich: Ich bin bekennender Schönwetter-Golfer. Und wenn ich eines nicht mag, dann ist dies im strömenden Regen einem weißen Ball hinterherzulaufen.
Sebastian (Batti) und ich hatten uns für Samstag, den 12.08.17, auf die sehr hügelige Wiese des GC Lüderich geeinigt. Batti hat nostalgische Erinnerungen an diesen Club. Dort hatte er das Golfspiel ge-lernt und dort steht er als Clubmeister in den Annalen. Ich für meinen Teil mag den Platz gar nicht, obwohl ich ihn bequem fußläufig von zu Hause erreichen kann. Aber, so what? Als kleines Zugeständ-nis erlaubte Batti mir, mit einem Buggy zu fahren, wenn er mitfahren durfte. Aber, klar doch.
Und dann kam der Samstag. Die Wettervoraussagen waren schon vorher nicht besonders gut und am Samstagmorgen zeigte das Regenradar eine dichte Folge von Regenbändern, die über den Lüderich ziehen sollten. Mein telefonischer Versuch der Spielverlegung („Sollen wir uns das wirklich antun?“) blieb leider erfolglos, da Batti keine Möglichkeit sah, wegen diverser anderer Verpflichtungen einen anderen Termin anzubieten. Also, Augen zu und durch.
Rate mal, wer gewonnen hat?

Mit dem Buggy hatten wir wenigstens ein Dach über dem Kopf. Leider durften wir nur auf den Wegen fahren, weil der Platz so nass war. Die Spielerleichterung des zeitweiligen Wassers konnte nicht an-gewendet werden, da der gesamte Platz aus zeitweiligem Wasser bestand.
Zu Beginn entwickelte sich das Match sehr ausgeglichen. Nach der Sechs hatte ich mir dann doch ei-nen kleinen Vorsprung erspielt. Zwei auf für mich. Und Batti beschloss, ab sofort sein Tragebag zu nutzen und per pedes das Spiel fortzusetzen. Dennoch ging die Sieben wieder an mich. Drei auf.
Aber ab jetzt wirkte Battis Verzicht aufs Buggyfahren. Er gewann Loch für Loch und ging an der Drei-zehn sogar mit Eins auf in Führung. Ich sah ein schnelles Ende für mich kommen, hatte bei diesem Scheißwetter auch keine Lust mehr und gab innerlich das Match schon auf. Na gut, die Vierzehn woll-te ich dann noch mit Anstand zu Ende bringen, stellte aber nun fest, dass meine Regenjacke mich im Schwung erheblich störte. Also weg mit dem Ding, durchnässt war ich doch eh schon. Und sieh da, ab da lief‘s bei mir besser.
Batti riskierte nun sehr viel und hatte fortan intensiven Kontakt mit großen Bäumen. Und ich konnte dies nutzen. Die 14, die 16 und die 17 schenkte Batti dann ab, da er dort aussichtslos hinten lag. Zwei auf und ein Loch zu gehen. Sieg für mich. Wer hätte das gedacht? Ich nicht.
Die Achtzehn haben wir ausgelassen, das Bier im Clubhaus war uns dann doch lieber, als die Wasser-spiele noch weiter fortzusetzen.
Danke, Sebastian für eine sehr angenehme Runde. Und der Regen war gar nicht so schlimm, wenigs-tens, wenn man gewinnt.
Ferdi Drews

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