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30. Juni 2016
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Wunder gibt es immer wieder oder Stephan Schloo vs. Stephan Heiss 

Stephan Heiss und Stephan Schlau

Auch nach der Runde noch gut gelaunt.

Am Dienstag, den 14. Juni kam es zum meinem zweiten Match in der Hauptrunde der Cologne Sockets Matchplayserie 2016.
Mein Gegner: Stephan Schloo. Leider hatte ich so gar kein Gefühl für seine aktuelle Form. Sein erstes Match bekam er ja auf dem Tablett kampflos serviert, da unser Kolibri Jürgen Wirtz sich leider verletzt hatte.

Sehr wahrscheinlich stand Stephan S. bereits mit dem ersten Licht auf dem Puttinggreen um sich akkurat vorzubereiten. Und jeder weiß wann es im Juni hell wird.
Er wirkte jedenfalls top vorbereitet und gut gelaunt.
Ich konnte leider meine übliche Vorbereitung nicht durchziehen, da man als Familienvater morgens so seine Pflichten hat.
Wie üblich wurde erst mal tief gestapelt. „Lange nicht gespielt, treffe keinen Ball“ usw.
Also 4-5 Probeputts und ab auf die Runde.
Nach kurzem Anwerfen des Taschenrechners war klar, 4 Schläge hatte ich vor, unteranderem die 16 und 18. Na toll, schoss es mir nur durch den Kopf: „Hoffentlich bin ich da noch im Spiel“.

Alle negativen Gedanken schnell verwischt und los ging’s.
Mit einem Kaltstart morgens um 9:00 Uhr ist es nicht ganz einfach und so flog mein Ball kurz links in Rough und Stephan S. blieb sicher auf der Bahn. Nach einigen wilden Hackern lag ich endlich im Bunker am Grün und sah nur zu wie Stephan S. souverän seinen Ball zum Par versenkte.
1 auf für Stephan Schloo.
Immerhin hatte ich mich jetzt warm geschlagen.
Die 2 teilten wir nach zwei guten Abschlägen brüderlich mit einem Par. Am dritten Loch brauchte ich 2! Schläge um aus einem Fairwaybunker zu kommen. Zwar hatte es Tage vorher geschüttet und selbst in der letzten Nacht hat es geregnet wie aus Eimern, aber der Ball lag ausgesprochen gut. Was für ein mieser Start…
Gott sei Dank hatte auch Stephan S. einen Hacker, so dass wir hier beide mit einem Doppelbogie vom Grün gingen.
Auf der 4, einem leichtem Par 3, ließen wir beide unsere Abschläge zu kurz und teilten beide mit einem Dreiputt auch dieses Loch.
Loch 5 ging dann wieder an Stephan S. nach dem mein Abschlag schon wieder im Fairwaybunker gelandet war. Eine schlechte Annäherung sorgte dann für einen weiteren 3 Putt von mir. 2 auf für Stephan S.
Loch 6, das erste Par 5, kam mir da gerade Recht. Zwar landeten wieder unsere Abschläge im Rough, aber ich konnte meinen 2 Schlag deutlich weiter schlagen und damit das Loch dann auch mit einem Par gewinnen. 1 auf nach 6 gespielten Löchern für Stephan S.
Nach Loch 7, einem Par 3 mit 193 Metern, stand es even par. Stephan Schloo möchte sicher nicht, dass ich über seine Spielchen im Sand berichte…
Loch 8 hatte ich einen ersten Schlag vor. Nach den Abschlägen, beide sehr ordentlich, kam es auf die Schläge ins Grün an, vor dem Grün Wasser und links Bunker.
Ich schlug zuerst und verfehlte das Grün links. Wieder im Rough, knapp neben dem Bunker!!! Stephan S. haute seinen Ball perfekt 2 Meter an den Stock.
Mein Chip zu kurz und ich schon wieder dran… Aber, Oh Wunder, Ball aus 4 Metern versenkt. Stephan S. sichtlich geschockt verschiebt seinen Ball und es steht 1 auf für mich.
Siegessicher und gut gelaunt ging es auf die 9. Wieder hatte ich einen vor. Nur reicht das manchmal auch nicht, da Stephan wieder ein sicheres Par gespielt hat und ich meinen ersten direkt ins Wasser geschossen habe.
All square nach 9 gespielten Löchern.

Schwarz auf weiß

Schwarz auf weiß

Ab auf die 2. Neun.
Stephan S. links ins Rough, ich rechts ins Rough. Mein zweiter sicher zurück auf die Bahn und der 3. Schlag ins Grün.
Stephan S. hatte leider an dem Loch etwas Pech. Sein Ball trifft einen Baum und nach längerem suchen finden wir ihn auch, im Aus. Wieder 1 auf für mich.
Die nächsten 5 Löcher durfte ich Zeuge eines Wunders werden.
ICH KANN PUTTEN. ICH KANN KURZES SPIEL.
Ich bin sicher für vieles auf dem Golfplatz bekannt, aber sicher nicht für mein kurzes Spiel. Aber heute erreichte mein kurzes Spiel auf den Löchern 11, 12, 13 und 15 Tour Niveau. Pitch – Putt – Par war das Motto der Runde geworden.
Alles in Par obwohl ich nicht ein Grün in Regulation erreichte.
Da konnte Stephan Schloo mit 4 Bogies und einem Par nicht gegenhalten und es stand nach 15 gespielten Löchern 4 auf 3.
Sieg!!! Und was für einer. Ich gewinne ein Matchplay auf Grund meines kurzen Spiels. Wer mich kennt weiß das ist eine Sensation, ein Phänomen und so selten wie der Erdbeermond. Der nächste kommt übrigens erst 2062 wieder.

Vielen Dank an Stephan Schloo der wirklich ein starker und fairer Gegner war. Leider ist für Ihn die Sockets Saison 2016 beendet.
Ich wünsche Ihm mit seinem neuen Startup alles Gute. Im nächsten Jahr ist er sicher wieder ein ernstzunehmender Gegner.

Jetzt erwarte ich gespannt wer sich am 29. Juni bei dem Match Kucki gegen Axel Bohnert durchsetzt.

Ich wär bereit!!!

Mit sportlichen Gruß

Stephan Heiss

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